Eigentlich hatte ich ja gedacht, dass sich Britney Spears selbst ins Aus schießt und da so schnell auch nicht wieder raus kommt. Wenn man den ganzen Klatschblättern glauben mag, ist dem ja auch so. Aber - wie geil ist denn diese Platte bitte?

Genauso wie unser Amy, die ja nunmal geile Mukke macht. Habe in diesem Zusammenhang neulich ein Interview mit irgendeinem C-Promi gesehen (Namen dieses Personenkreises kann ich mir einfach nicht merken), der sagte, er würde solche Künstler boykottieren, weil sie schlechte Vorbilder seien und man mit dem Plattenkauf das ja unterstützen würde.

Was ist das denn? Wenn ich gute Musik hören will, dann tue ich das. Und ob der- oder diejenige sich dann eine goldene, verkokste Nase verdient ist mir doch Latte. Bei Oasis meckerte doch auch keiner. Oder Nirvana. Echt mal.

Ta-Dah. Wieder bck in town, braungebrannt und irgendwie mit einer super Laune. Was so eine Woche hardcore CSD in Maspalomas bewirken kann.

Tatsächlich bin ich gleichzeitig auch irgendwie k.o. Bin jetzt seit drei Tagen wieder in Berlin und habe es erst heute auf die Reihe bekommen, meine Wäsche zu waschen und mal den Staubsauger zu schwingen. Mein Kühlschrank strahlt gähnende Lehre aus und im Vorratsschrank steht ein Glas Nutella und ein Beutel Reis. Und morgen ist Sonntag. Aber mein Dönermann und der Bäcker haben ja zum Glück auf.

So, jetzt wird der Sonnenbrand eingecremt und dann ins Bett gegangen. Gute Nacht.

***

Ersteinmal bis Mitte Mai im Urlaub, deswegen hier Funkstille.

Eine schöne Zeit euch allen bis dahin.

Da suche ich wie verzweifelt eine modische Totdsünde aus dem Bereich des Sports und unsere Olympioniken müssen sich so etwas gefallen lassen.

Die schwarz-weiße Klamottenfraktion mag ja noch in Ordnung sein aber sobald dieses komische Rot Orange Zahnfleischfarbenähnliche Zeug da kommt ist es aus mit gutem Geschmack. Das macht dann auch dieses biedere Grau nicht mehr wett.

Was haben sich die Leute von Adidas da nur bei gedacht?

Gestern als Originalfassung 21 im Cinestar Potsdamer Platz angesehen. Die erste Erkenntnis: Cap Lemon & Beer schmeckt total scheiße. Warum haben Kinos nur immer Exklusivverträge mit den schlechtesten Getränkeproduzenten?

Der Film an sich hat mir gut gefallen. Gehört nicht zu denen, die mich vom Hocker gerissen haben, aber das Thema fand ich spannend: Überragende Studenten wenden das Kartenzählen an und gewinnen und gewinnen und gewinnen und verlieren die Kontrolle. Natürlich mit der obligatorischen Liebesgeschichte aufgehübscht welche nicht unbedingt hätte sein müssen.

Das Ende ist nicht ganz überraschend aber auch nicht unbedingt vorhersehbar. Ansehen lohnt sich.

Ich versuche gerade krampfhaft, eine modische Todsünde zu begehen. Grund: Nächste Woche geht’s zusammen mit nem Freund ab nach Gran Canaria, wo zufälligerweise gleichzeitig der diesjährige CSD in Maspalomas statt findet. Und kein CSD ohne modische Auffälligkeiten.

Der Gedanke: Fussballstulpen, Flip-Flops, Schießer Feinripp und ein 80er Adidas-Sport-Nylon-Short. Letzteres stellt ein echtes Problem dar, denn die Welt scheint dieses Gut deutscher Modegeschichte nicht mehr zu kennen.

Ich habe die letzte Woche damit verbracht, verschiedenste Second-Hand-Läden abzuklappern, sogar im Humana war ich (die haben ja tolle Sachen!). Aber so einen Short gibt es einfach nicht:
Adidas Short

Wobei er ruhig auch noch ein bisschen mehr nach 70/80er aussehen darf - nicht mal Google Images hat einen gefunden, der meinen Vorstellungen entspricht. Falls also jemand meiner geneisten Leserschaft ein solch aufreizendes Kleidungsstück besitzt, vielleicht auch noch in M, bitte melden!

Der Kommentar von Lothar Eckstein bei Spreeblick zum Thema Tempelhof (gut, der Kommentar hatte damit letzlich nichts mehr zu tun) hat mich nachdenklich gemacht.

Ich finde Mediaspree sehr gut. Ich finde Berlin braucht Entwicklung. Nicht für die wenigen Privilegierten (…), die im Kunst/Kultur/Medien/Politik-Kontext unterwegs sind.

Will Berlin nun voran kommen oder nicht? Arm aber sexy scheint out, wir wollen Hauptstadt sein, schöne Stadt, tolle Stadt, moderne Stadt. Das was Berlin eigentlich aus macht - die Kieze, die Armut, das Alternative und letzlich auch Tempelhof - ist in Gefahr. Mediaspree, Großflughafen, Hauptbahnhof und Potsdamer Platz machen genau das kaputt, was Berlin momentan ausmacht. In keinem der genannten Orte fühle (bzw. werde ich mich fühlen) ich mich so in Berlin wie beim Dönermann ums Eck.

Das ist jedoch der Status Quo. Arm aber sexy zu sein geht nunmal leider nicht zusammen mit international und schick sein. Ob in der Stadt, die Berlin einmal sein wird, das gleiche Feeling wie jetzt im Simon-Dach-Kiez herrschen wird, bezweifle ich. Ob das was da kommen mag nun schlecht ist oder nicht kann jeder für sich beurteilen. Ich bin gespannt.

Zwar aus aktuellem Anlass, aber ohne darauf weiter eingehen zu wollen:

Warum gibt es in Deutschland eigentlich so wenig, was das Volk entscheiden darf? Mein Demokratieverständnis sagt eigentlich, dass das Volk zu wesentlichen Dingen befragt werden muss. Durch unseren sehr indirekten Willen haben wir doch eigentlich kaum eine Möglichkeit, etwas zu bewirken. Gäbe es mehr Volkseintscheide, die auch rechtlich bindend wären, wäre heute möglichwerweise vieles anders:

- Hätten wir den Euro?
- Wären wir in der EU?
- Hätten wir eine private Bahn?
- Hätten wir eine Wehrpflicht?
- Hätten wir eine komplett andere Parteienlandschaft?
- Hätten wir noch den Glaspalast?
- Wäre Berlin Bundeshauptstadt?

Das bei solchen Entscheidungen nicht das Volk gehört wird, geht mir zunehmend gegen den Strich. Wovor haben die Politiker Angst? Davor, das sie merken, dass das Volk doch aufgeklärter und klüger ist, als algemein angenommen? Warum dürfen wir unser Land nicht so gestalten, wie wir es gerne möchten?

Angie macht sich blöd
Angie macht’s und fast alle finden es gut
Angie macht das angeblich nichts aus
Angie macht für Deutschland
Angie macht Dampf
Angie macht fröhlich mit
Angie macht den Ronnie
Angie macht Ehrensenf Konkurrenz
Angie macht Es?!?!
Angie macht sogar die Stones stinkig
Angie macht noch keine Anke
Angie macht euch platt
Angie macht dauernd blau

Link.

Großer Schock heute morgen als ich, wie immer völlig planlos und ferngesteuert, das Morgenmagazin einschaltete. Da sah mich Alida Gundlach (65) zusammen mit Sven Kuntze (66) an. In den ersten 10 Milisekunden dachte ich schon, ich hätte die letzten 10 Jahre einfach nur geträumt und eigentlich wäre heute der 21. April 1998. Dann kam langsam der normale Verstand auf Touren und erinnerte sich an die ARD-Themenwoche, die sich mit der alternden Gesellschaft befasst und deswegen Urgesteine des Fernsehens wieder auf die Bildschirme holte.

Jo Brauner (71) spricht die Tagesschau, Karla Wege (77) erklärt das Wetter (wie geil war das denn?) und Dieter Kürten (73) macht den Sport.

Eine schöne Idee, finde ich. Allerdings weckt die Aktion in mir eher Erinnerungen an Zeiten, in der Fernsehen noch Niveau hatte, als das ich jetzt über die alten Menschen unserer Zeit nachdenke.

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