Typisch


Gestern war scheinbar überall der Wurm drin. Am Vormittag und frühen Nachmittag beschloss mein Rechner in der Firma, dass er jetzt einfach mal nicht mehr funktionieren müsse. Man muss ja auch nicht jeden Befehl befolgen, den einem der gestresste Anwender aufträgt. 

Den Super-GAU gab es dann ja aber abends beim ZDF und jeder hat‘s mitbekommen. Zuerst sah alles nach einem ganz normalen - wenn auch schlechtem - Fußballspiel aus. Und dann zack - grau. Dann die Mitteilung: Bildstörung. Und Béla Réthy fing an zu telefonieren.

 

Hallo? Wir leben im 3. Jahrtausend und man bekommt es nicht hin, aus der Schweiz (!) ein Bild ins benachbarte Deutschland zu liefern? Angeblich ja, weil in irgendein Fernsehzentrum der Blitz einschlug oder so. Blitzableiter gibt es dort also auch nicht.

 

Wie dem auch sei. Die können froh sein, dass in der Zeit der Störung scheinbar nichts wichtiges passiert ist, sonst wären denen wohl einige aufs Dach gestiegen. 

 

Kann ich jetzt eigentlich anteilig meine GEZ zurück fordern?

 

Mac-Besitzer sind komische Leute. Irgendwie muss alles einen neckischen, niedlichen oder romantischen Namen haben, auf dem das Apple-Logo ist. Nun hat es auch mich erwischt, frei orientiert an meiner Lieblingsserie heißt mein MacBook nun Carrie Bradshaw, die enthaltene Festplatte trägt den Namen Manolo Blahnik, das iPhone heißt Mr. Big und der iPod Aidan Shaw.

Miranda Hobbes ist bereits für die demnächst anstehende Anschaffung einer externen Festplatte reserviert und Samantha Jones für einen eventuellen iMac. Letzteres wird allerdings noch ein wenig dauern.

Achim macht es übrigens ähnlich und benennt seine Geräte aus dem Apfelwerk nach Simpson-Charakteren.

Nachtrag: Hat jemand eine Idee, wie man Dateien einfach von seinem alten PC auf sein neues MacBook bringen kann wenn man keine externe Festplatte zur Hand hat und keine Lust hat, tausende Daten auf CD zu brennen? Bin da etwas unbedarft und unerfahren.

Pauline (das ist mein allerliebstes Fahrrad) ist inzwischen wohl so an die zehn Jahre alt und läuft und läuft und läuft. Ich habe sie allerdings nie so häufig benutzt wie in der Zeit in der ich in Berlin lebe. Daher habe ich heute beschlossen, den guten alten Gaul etwas aufzumotzen und generalüberholen zu lassen. Zum einen soll endlich eine Lichtanlage dran, die auf ganz althergebrachte Weise mit einem Dynamo funktioniert. Das ständige Aufladen des Akkus nervt mich nämlich. Außerdem muss ich so nicht dran denken, ob ich das Licht mitnehmen muss oder nicht. Zum anderen müssen die altersbedingten Krankheiten beseitigt werden: Bremsen neu richten (und evtl. Bremsscheiben austauschen), Kette checken, Gänge einstellen etc.

Also fluchs einen Fahrradladen gegoogelt (gegooglet?) und bei Fahrrad Flöckner am Alex angerufen. Die erzählten mir erstmal, dass ein solch großer “Eingriff” mindestens drei Tage dauert un ein Termin dafür sowieso erst Ende Juli möglich sei. Hallo? Ich bin zwar gesetzlich versichert aber das schien mir dann doch eine recht lange Wartezeit. Dann ist der Sommer ja schon wieder fast um. Also weiter gesucht und einen kleinen Miniladen bei mir ums Eck gefunden. Angerufen, Kostenvoranschlag bekommen und alles sei in 24 Stunden erledigt. Geht doch.

Ta-Dah. Wieder bck in town, braungebrannt und irgendwie mit einer super Laune. Was so eine Woche hardcore CSD in Maspalomas bewirken kann.

Tatsächlich bin ich gleichzeitig auch irgendwie k.o. Bin jetzt seit drei Tagen wieder in Berlin und habe es erst heute auf die Reihe bekommen, meine Wäsche zu waschen und mal den Staubsauger zu schwingen. Mein Kühlschrank strahlt gähnende Lehre aus und im Vorratsschrank steht ein Glas Nutella und ein Beutel Reis. Und morgen ist Sonntag. Aber mein Dönermann und der Bäcker haben ja zum Glück auf.

So, jetzt wird der Sonnenbrand eingecremt und dann ins Bett gegangen. Gute Nacht.

***

Ich versuche gerade krampfhaft, eine modische Todsünde zu begehen. Grund: Nächste Woche geht’s zusammen mit nem Freund ab nach Gran Canaria, wo zufälligerweise gleichzeitig der diesjährige CSD in Maspalomas statt findet. Und kein CSD ohne modische Auffälligkeiten.

Der Gedanke: Fussballstulpen, Flip-Flops, Schießer Feinripp und ein 80er Adidas-Sport-Nylon-Short. Letzteres stellt ein echtes Problem dar, denn die Welt scheint dieses Gut deutscher Modegeschichte nicht mehr zu kennen.

Ich habe die letzte Woche damit verbracht, verschiedenste Second-Hand-Läden abzuklappern, sogar im Humana war ich (die haben ja tolle Sachen!). Aber so einen Short gibt es einfach nicht:
Adidas Short

Wobei er ruhig auch noch ein bisschen mehr nach 70/80er aussehen darf - nicht mal Google Images hat einen gefunden, der meinen Vorstellungen entspricht. Falls also jemand meiner geneisten Leserschaft ein solch aufreizendes Kleidungsstück besitzt, vielleicht auch noch in M, bitte melden!

Großer Schock heute morgen als ich, wie immer völlig planlos und ferngesteuert, das Morgenmagazin einschaltete. Da sah mich Alida Gundlach (65) zusammen mit Sven Kuntze (66) an. In den ersten 10 Milisekunden dachte ich schon, ich hätte die letzten 10 Jahre einfach nur geträumt und eigentlich wäre heute der 21. April 1998. Dann kam langsam der normale Verstand auf Touren und erinnerte sich an die ARD-Themenwoche, die sich mit der alternden Gesellschaft befasst und deswegen Urgesteine des Fernsehens wieder auf die Bildschirme holte.

Jo Brauner (71) spricht die Tagesschau, Karla Wege (77) erklärt das Wetter (wie geil war das denn?) und Dieter Kürten (73) macht den Sport.

Eine schöne Idee, finde ich. Allerdings weckt die Aktion in mir eher Erinnerungen an Zeiten, in der Fernsehen noch Niveau hatte, als das ich jetzt über die alten Menschen unserer Zeit nachdenke.

Der Tag hat begonnen, ich hab zwei Tage frei und nichts vor. Erst hab ich mich darauf gefreut, heute und morgen völlig frei in den Tag hinein leben zu können und zur Abwechslung mal nicht verplant zu sein. Vor zwei Stunden, nämlich als ich aufwachte, fing dieses nichts an. Jetzt sitz ich hier und finde dieses nichts gar nicht mehr so toll. Nach intensiver Recherche gibt es jetzt folgende Möglichkeiten:

  • Besuch der Loxx im Alexa
  • Ausstellung “Die finnischen Designer ‘07” im Rahmen des HelsinKissBerlin-Festivals
  • Ausstellung “True North” in der Deutschen Guggenheim
  • Vielleicht auch ein bisschen Sport machen - hängt aber von der Entwicklung des Wetters ab
So, schlauer bin ich jetzt aber immer noch nicht. Als Waage kann ich mich wie immer nicht entscheiden. Also geht’s jetzt erstmal zum Kiosk - Ziggis sind alle.

Das verrückte am Klimawandel ist ja, dass es einen immer negativ trifft. Ob man jetzt in der Arktis, am Äquator oder in Mitteleuropa wohnt, irgendwie zeigen sich nie die positiven Seiten.

Meiner einer war ja letzte Woche in der Schweiz und wollte zum ersten Mal im Leben auf einem Snowboard einen Berg hinunter gleiten. Doch während halb Deutschland im Schneechaos versank, hatte Petrus für mich in den Bergen nur Regen und ganz viel blöden Wind übrig. Da ich mir wahrscheinlich schon bei optimalen Bedingungen in die Hose gemacht hätte, haben wir das dann gecancelt.

Ähnlich ging es meinem Kollegen, der sich letztes Jahr im Februar erstmal den Unterarm gebrochen hat. Um unser beider Angst zu überwinden, beschlossen wir jetzt, im Sommer erst einmal in der Lausitz zu üben. Falls es denn einen Sommer gibt, dieses Jahr.

Egoload - Sensibler MacherEin Test auf dieser Seite brachte es ans Licht: Ich bin ein SM (Sensibler Macher). Die Aufforderung, dies auf meinem Blog kund zu tun, befolge ich hiermit testweise. Und zwar genau solange bis ich die ersten Peitschenhiebe angeboten bekomme.

Es ist Sonntag, 7:15 und ich bin wach. Gnaaah.

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