Berlin


Es gibt viele Wege, sein Hosenbein vor dem bösen Gift der Fahrradkette zu schützen - dem Öl. Momentan beliebt: Wäscheklammern aus Holz. Passen besonders gut zu Anzügen von Hennes und Mauritz, C&A oder Kik. Stilecht aus Kiefer und Draht.

Gesehen an der Andreas-/ Ecke Singerstraße.

 

Der Kommentar von Lothar Eckstein bei Spreeblick zum Thema Tempelhof (gut, der Kommentar hatte damit letzlich nichts mehr zu tun) hat mich nachdenklich gemacht.

Ich finde Mediaspree sehr gut. Ich finde Berlin braucht Entwicklung. Nicht für die wenigen Privilegierten (…), die im Kunst/Kultur/Medien/Politik-Kontext unterwegs sind.

Will Berlin nun voran kommen oder nicht? Arm aber sexy scheint out, wir wollen Hauptstadt sein, schöne Stadt, tolle Stadt, moderne Stadt. Das was Berlin eigentlich aus macht - die Kieze, die Armut, das Alternative und letzlich auch Tempelhof - ist in Gefahr. Mediaspree, Großflughafen, Hauptbahnhof und Potsdamer Platz machen genau das kaputt, was Berlin momentan ausmacht. In keinem der genannten Orte fühle (bzw. werde ich mich fühlen) ich mich so in Berlin wie beim Dönermann ums Eck.

Das ist jedoch der Status Quo. Arm aber sexy zu sein geht nunmal leider nicht zusammen mit international und schick sein. Ob in der Stadt, die Berlin einmal sein wird, das gleiche Feeling wie jetzt im Simon-Dach-Kiez herrschen wird, bezweifle ich. Ob das was da kommen mag nun schlecht ist oder nicht kann jeder für sich beurteilen. Ich bin gespannt.

Das nh-Hotel Berlin Alexanderplatz gehört zu jenen Unternehmen, die es mit der Wortgebung nicht ganz genau nemen. Das Hotel liegt an der Landsberger Allee, etwa 1,3 Kilometer Luftlinie vom Alexanderplatz entfernt (und das auch nur, wenn man mit etwas gutem Willen die Otto-Braun/ Ecke Karl-Marx noch als Alexanderplatz bezeichnet). Mit der BVG sind dies 5 Haltestellen mit der Straßenbahn. Ja, das Hotel liegt nicht einmal im selben Bezirk wie der Alexanderplatz:

Der viel naheliegender Platz der Vereinten Nationen wäre also ein weitaus besserer Namensgeber gewesen. Allein kennt kein Mensch der nach Berlin reist diesen Platz, geschweige denn weiß er, wo dieser liegt. Zugegeben, so schön wie der Alex inzwischen ist, ist der Platz der Vereinten Nationen bei weitem nicht. Wer will sein Hotel schon mit den ollen Platten asoziiert wissen?

Ich habe mich schon oft gefragt, ob dies überhaupt legal ist. Vermutlich schon. Aber fahren die verwirrten Kunden nicht wie blöde ihre Kreise um den Alex um das vermeintlich am Platz befindliche Hotel zu finden? Da müsste Ärger doch eigentlich vorprogrammiert sein.

Sicherlich ist dies nicht der einzige Fall solch einer Verarsche. Man denke nur an die vielen sogenannten “Airport-Hotels”, die dann doch gerne mal 20 Autominuten von den Flughäfen entfernt liegen.

Drei Personen nicht definierter Herkunft laufen die Straße entlang, einer in Armee-Jacke, einer mit Block (also ein Stapel leeres Papier) in der Hand, einer mit schwarzer Kapuze über den Augen und rufen “Deutsche Studenten ohne Skrupel”. Dann zückt die Armeejacke einen schwarzen Edding und beschmiert eine Haustür (die schon vorher so verschmiert war, das man seine Schmiererei gar nicht erkennt).

Sollten die nicht eigentlich jetzt in der Schule sein?

Der Tag hat begonnen, ich hab zwei Tage frei und nichts vor. Erst hab ich mich darauf gefreut, heute und morgen völlig frei in den Tag hinein leben zu können und zur Abwechslung mal nicht verplant zu sein. Vor zwei Stunden, nämlich als ich aufwachte, fing dieses nichts an. Jetzt sitz ich hier und finde dieses nichts gar nicht mehr so toll. Nach intensiver Recherche gibt es jetzt folgende Möglichkeiten:

  • Besuch der Loxx im Alexa
  • Ausstellung “Die finnischen Designer ‘07” im Rahmen des HelsinKissBerlin-Festivals
  • Ausstellung “True North” in der Deutschen Guggenheim
  • Vielleicht auch ein bisschen Sport machen - hängt aber von der Entwicklung des Wetters ab
So, schlauer bin ich jetzt aber immer noch nicht. Als Waage kann ich mich wie immer nicht entscheiden. Also geht’s jetzt erstmal zum Kiosk - Ziggis sind alle.

Diese olle Imagekampagne erhitzt ja ordentlich die Gemüter. Nachzulesen hier, hier, hier und hier. Ich stelle mir ja die ernsthafte Frage nach Sinn und Zweck dieses… dieses… dieses Sprechblasen-mit-Minischrift-über-den-Bildschirm-Gehusches. Denn letztendlich soll eine Imagekampagne ja eigentlich ein Produkt, eine Marke in ein bestimmtes - i.d.R. besseres - Licht rücken.

Wenn Traude aus Pankow jetzt aber einem Frankfurter Finanzjongleur ihre Lebensgeschichte erzählt, wird der hinterher wohl eher nicht denken “Mensch, toll, so habe ich Berlin noch gar nicht wahrgenommen”. Denn auch Frankfurt hat seine Traude. Und München und Köln und Hamburg und Kopenhagen und Kapstadt auch.

Zugegeben, wirklich intensiv habe ich mich mit der Seite nicht beschäftigt. Das liegt zum einen am hässlichen Design (ich bin Ästhet) und zum anderen an der Inkompatibilität der Schrift mit meinen Augen. Wahrscheinlich saßen alle kreativen Köpfe während der Schöpfungsphase vor einer 25 Quadratmeter großen Kinoleinwand.

Ich kann mir nicht helfen, aber Seeed! (und viele andere) haben das damals besser hinbekommen. Und das Lied hat wahrscheinlich auch keine Millionen gekostet.

Seit 15 Minuten häng ich jetzt in der Warteschleife vom Würfelfunk. Bei den 20 Anrufversuchen vorher war immer nur besetzt. Die Idee mit dem Taxi hatten wohl ein paar mehr. Warum nur?

Komme gerade aus dem TdW und hab mir TdV angesehen. Für alle Nicht-Berliner: TdW ist das Theater des Westens in Charlottenburg und mit Fahrrad ziemlich genau eine Stunde von mir entfernt - ich bin gemütlich gefahren. Und für alle, die sich nicht so für Bühne interessieren: TdV ist der Tanz der Vampire.

Das “Grusical” hatte ich schon einmal gesehen, im Dezember mit Andrea Casati als Alfred. Er ist zwar das Cover aber ich fand ihn einfach spitze. Heute war die Erstbesetzung am Start, also auch Alexander Klaws. Ich war echt gespannt und versuchte im Vorfeld, mich von diversehn Vorurteilen frei zu machen. Dies gelang mir leider nicht so gut, umso überraschter war ich. Anfangs etwas dünn in der Stimme hat er sich echt gemacht. Hätt ich nie gedacht.

Unschlagbar ist natürlich Thomas Borchart. Was der mit seinen Stimmbändern machen kann…

Fazit: Sehr schade, dass die Vampire nur noch bis 30. März hier sind. Eigentlich auch nicht nachvollziehbar, waren doch laut Stage-Aussage die Zuschauerströme rekordverdächtig. Im April kommt Elisabeth. Naja.

Das es bei Sturm in Berlin Ampeln, Schilder und Bahnhöfe zerlegt ist ja bekannt. Aber Stromkästen? Holla.Sturmschaden

Warum stehen Bohrmaschinen eigentlich immer so früh auf? Die meines Nachbarn war schon um acht hellwach und ging gleich tatendurstig ans Werk: Ein Loch muss her. Und zwar in die Wand, die seine von meiner Wohnung trennt. Dagegen kommt auch Frank nicht an, selbst bei 100% Lautstärke nicht.

Ist das nicht verboten? Dürfen Bohrmaschinen Ihre Arbeit nicht nur zwischen elf und halb zwölf verrichten?